Stimmungsbild unserer Produzenten 

Wir haben mit unseren Produzenten gesprochen, wie sie die Zeit des Lockdowns erlebt haben und, wie sie die Auswirkungen von Corona auf Trends wie "Regionalität" und "Nachhaltigkeit" einschätzen. Mit dabei, unter anderem die Fischerei Reese, bei denen  das direkte Umfeld wieder verstärkt in den Fokus gerückt ist. Die Kunden aus der Region erinnern sich plötzlich: „Mensch, da gibt es ja noch den Fischer“. Je stärker sich die eigene Region wieder mit der Herkunft der Lebensmittel auseinander setzt, desto größer ist die Gesamtwirkung. 

Gunnar Reese hat die coronabedingte Zwangspause dazu genutzt, darüber zu reflektieren, wo er mit seiner Fischerei Reese steht und wie sich das Unternehmen weiterentwickeln kann.

Auf seinem Hof war zum Glück durchgehend genug Arbeit für seine Stammmannschaft, sodass er die Zeit des Shutdowns gut überbrücken konnte – und für die Fische gilt sowieso: Je langsamer sie wachsen, desto besser wird ihr Fleisch. Durch die Reduktion des Futters konnte Gunnar Reese das Wachstum der Fische etwas verlangsamen, um erst mal abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt.

Die Fischerei lädt normalerweise mit einem Ladengeschäft und Sitzplätzen am See auch Touristen zu einem Zwischenstopp ein. Dieser Bereich ist natürlich komplett weggebrochen. Auch den Angelpark musste der Binnenfischer schließen, weil er nicht als landwirtschaftliche Vermarktung seiner Fische, sondern als Freizeitpark bewertet wurde.

Doch Gunnar Reese freut sich darüber, dass sich wieder mehr Menschen bewusster mit Nahrungsmitteln auseinandersetzen und dass sie wissen möchten, wo die Fische schwimmen.

Er bewertet es als positiv, dass alles etwas ruhiger lief als gewohnt und er mal wieder Zeit für persönliche Gespräche mit seiner Mannschaft hatte. Er hat erkannt, dass sich die Schraube nicht immer nur schneller drehen kann. Gemeinsam wollen er und sein Team auch in Zukunft die Abläufe straffen, damit mehr Zeit für Ruhe und Spaß bleibt.

Das Gespräch mit Gunnar Reese führte Christian Drexler, Brand-Manager, Transgourmet Ursprung. (am 19. Mai 2020)

Besondere Zeiten erfordern besondere Orte – so treffen sich Christian Drexler und Johann Huber dieses Mal nicht im Schafstall, sondern vor den Bildschirmen. Und was hat sich noch verändert?

„Wir sind enger zusammengerückt“, erzählt Johann Huber, Inhaber und Geschäftsführer von Anderlbauer Käsespezialitäten in Frasdorf und Lieferant von Transgourmet Ursprung. „Wir ziehen alle an einem Strang.“ 5.000 Liter Käse werden in der Käserei täglich verarbeitet – und auch jetzt läuft der Betrieb weiter. Damit das klappt, sind die Bauern und der Betrieb gut vernetzt, informieren sich gegenseitig, arbeiten Hand in Hand und haben sogar einen gemeinsamen „Vorsichtsplan“ erarbeitet, damit die Bauern und ihre Familien im Notfall in der Käserei mithelfen können, sollte dort jemand ausfallen. Denn der natürliche Kreislauf geht weiter, die Kühe geben weiterhin täglich ihre Milch und die muss verarbeitet werden. Dass die Milch aus dem regionalen Biolandbau kommt, ist gerade jetzt ein großes Glück, denn die Kühe fressen nur das, was sie auf den Wiesen finden, und niemand muss um Futterlieferungen aus dem Ausland bangen. Ein weiterer Grund – nicht nur für die Politik – regionale Landwirtschaft und regionale Betriebe zu fördern.

Das Gespräch mit Johann Huber führte Christian Drexler, Junior-Brand-Manager, Transgourmet Ursprung. (am 08. Mai 2020)

Flexibel sein, agil arbeiten, sich täglich neu orientieren und sich den Bedürfnissen der Kunden anpassen – das sind für Cornelia Röhrig von Unilever Food Solutions die wichtigsten Aspekte seit Beginn der Coronakrise.

Wegen der Kontaktbeschränkung musste sich auch Unilever Food Solutions neu orientieren und prüfen, über welche Kanäle das Unternehmen seine Kunden nach wie vor erreichen kann. Über Social Media, Newsletter, die Hotline und Informationen auf der Website wurde seit Beginn des Lockdowns Unterstützung angeboten und die Botschaft vermittelt: Wir sind für dich da. Das ist etwas, was auch zukünftig beibehalten wird, um eine enge Beziehung zu den Kunden aufzubauen.

Auch das Thema Digitalisierung steht im Fokus, denn das Nutzerverhalten hat sich verändert – nicht nur in der Kommunikation, sondern auch im Bereich E-Commerce. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Hygiene. Die Prozesse müssen sich erst einspielen, damit sich der Gast wieder wohl- und sicher fühlen kann. Im ersten Schritt freuen sich die Gäste natürlich darauf, ihre Lieblingsgerichte wieder bei ihren Gastronomen genießen zu können – doch aufgrund der Virussituation ist auch die Stärkung des Immunsystems durch gesunde Ernährung wichtig. Das Unternehmen unterstützt hierbei durch Konzepte und bietet abwechslungsreiche und vielfältige Ideen. Cornelia Röhrig ist überzeugt davon, dass sich das Geschäft phasenweise entwickeln wird. Viel testen, ausprobieren, neugierig sein und auch mal etwas riskieren – das ist der Weg, den Unilever Food Solutions gemeinsam mit seinen Kunden gehen möchte.

Das Gespräch mit Cornelia Röhrig führte Christian Drexler, Brand-Manager, Transgourmet Ursprung. (am 06. Mai 2020)